Aktuelles/Presse
16.04.2014, 15:36 Uhr
Keine Windkraft in Berghausen
Die Zwischenergebnisse der Artenschutzprüfung zeigen, dass in Berghausen keine Windkraft möglich sein wird.
In Berghausen wird es keineWindräder geben

Das vom Stadtrat im Jahr 2011 einstimmig beschlossene Klimaschutzkonzept der Stadt Langenfeld sieht bekanntermaßen das Ermöglichen von Windkraft in Langenfeld vor.

 

In Reusrath besteht seit Jahren eine sogenannte Windkraft-Konzentrationszone mit einer Höhenbegrenzung. Im Zuge der Gespräche mit der Nachbarstadt Monheim am Rhein wurden zuletzt zwei Flächen an der Stadtgrenze zu Monheim diskutiert mit dem Ziel einer gemeinsamen Lösung an konzentrierter Stelle.

 

Hierbei geht es um drei potentielle Anlagen auf Monheimer Gebiet und zwei auf Langenfelder Gebiet. Zu berücksichtigen sind dabei auch Aspekte wie Immissionsschutz in Bezug auf Lärm und Schattenschlag sowie Trinkwasser- und Artenschutz.

 

„Aufgrund rechtlicher Wasserschutzvorgaben in der Trinkwasserschutzzone II sind gemäß Bezirksregierung zwei Anlagen auf Monheimer Gebiet sowie eine Anlage auf Langenfelder Gebiet nicht möglich“, so Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider.

 

Die bisherigen Zwischenergebnisse im Rahmen der Artenschutzprüfung bestätigen, so der Bürgermeister, dass aufgrund von Fledermausvorkommen die zweite Anlage in Berghausen ebenfalls nicht realisierbar sei. Die nicht weit entfernt geplante letzte verbleibende Anlage auf Monheimer Stadtgebiet habe erstaunlicherweise weniger artenschutzrechtliche Einschränkungen. Es werden jedoch weitreichende Abschaltungen notwendig, die einen wirtschaftlichen Betrieb nach Aussagen von Experten nicht ermöglichen.

 

„Da wir weder den Trinkwasserschutz, noch den Artenschutz an dieser Stelle ignorieren, werden wir uns endgültig von diesem Alternativ-Standort verabschieden“, so Frank Schneider.

 

Auch für den bestehenden Standort in Reusrath wird der Artenschutz noch eine Rolle spielen, sofern eine Veränderung der Höhenbegrenzung diskutiert würde. „Der Artenschutz wird dann auch dort nochmals einer eigenen Prüfung auf Veranlassung der Stadt unterzogen“, so Schneider.

 

Auch die in diesem Monat auf den Weg gebrachte Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) durch die Große Koalition in Berlin wird für das eine oder andere Fragezeichen dahingehend sorgen, wie interessant der Standort Langenfeld künftig noch für Investoren sein wird. „Wir beobachten dies sehr aufmerksam“, betont Frank Schneider.

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